Thailand mit Bangkok, Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao
Posted by Gerhard Menje on Februar 5th, 2013
Thailand mit Bangkok, Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao
Alles was Sie unbedingt ueber Thailand wissen sollten.
Von Laos kann man bei der Hauptstadt Vientiane einfach uber die sogenannte Freundschaftsbruecke nach Thailand einreisen. Wichtg ist jedoch, dass man sich vorher ein Visum fuer 2 Monate, mit der Moeglichkeit, der nochmals einmonatigen Verlaengerung besorgt. Bei der normalen Landeinreise bekommt man bei arrival nur noch ein Visum fuer 15 Tage. Das Visum kann man sich in Vientiane selbst besorgen oder ein Reisebuero beauftragen. 2 Passbilder sind erforderlich.
Ich bin von dem schoenen Vang Vieng ueber Vientiane mit dem Bus kostenguenstig nach Thailand eingereist. Uber Udon Thani ging es dann in einer sehr langen Fahrtmit dem VIP Bus ueber Nacht nach Bangkok.
Wobei man sich schon fragt was eigentlich einen VIP Bus ausmacht? Die Aussenwerbung verraet, dass der Bus Aircon, einen 24 Stundenservice und einen DVD Player hat. Ja auch Kaffee soll an Bord sein, wird aber nie angeboten. Welcher Bus hat dies nicht? Die Inneneinrichtung ist sehr schoen aber auch fuer einen sehr langen Trip nicht sonderlich bequem. Es gibt natuerlich auch hier keine Bordtoilette, dafuer wird unverstaendlicherweise eigentlich nur angehalten, wenn der Fahrer seine Mahlzeiten zu sich nehmen muss. Ansonsten faehrt der Bus nonstop, man erfaehrt auch kaum, wann der Bus ankommt oder wann man eventuell umsteigen muss. Irgend jemand von dem Buspersonal gibt dann meist sehr kurzfristig, in unverstaendlichem englisch, verwirrende Anweisungen, was dann meist zu grosser Irritation oder Aerger fuehrt.
Aber auch hier kommt man dann irgendwann in Bangkok an. Alle Busse halten auf der Hauptstrasse, in der Naehe der fuer Touristen beruehmten Khao San Road, ein Platz mit guenstigen Unterkuenften nicht nur fuer Backpacker und vielen Restaurants. Leider kann niemand von dem VIP Bus erklaeren, wo genau diese Strasse ist, so dass man nun seinen Weg allein suchen muss, umringt von vielen Taxifahrern und Tuk Tuks, die alle ihre Dienste anbieten.
Man geht dann einfach von dieser Hauptstrase, ohne die Hauptstrasse zu ueberqueren, zur naechsten Querstrasse und ist dann in der Khao San Road, die mit ihren vielen Geschaeften 24 Stunden geoeffnet hat. Von hier aus kann man dann auch umsteigen, wie ich, nach Koh Samui. Meist hat man dann einen laengeren Aufenthalt in Bangkok, kann sein Gepaeck bei dem Reisebuero, bei dem man die Busreise bucht deponieren, jedoch niemals seine Wertsachen. Anschliessend kann man sich viele Sehenswuerdigkeiten in der Naehe der Khao San Road zu Fuss ansehen. Auch der grosse Koenigspalast ist in unmittelbarer Naehe.
Meist gegen Abend wird man dann vom Reisebuero wieder zur grossen Hauptstrasse mit den grossen Bussen zurueck gebracht, die man nun aber auch alleine finden wuerde. Dann geht es meist wieder ueber Nacht auf eine lange Busreise. Natuerlich haelt der Bus nur noch einmal, ja genau, weil der Fahrer seine Abendmahlzeit einnehmen muss. Meist sind die Toiletten bei solch einem Stop sehr dreckig, dafuer aber kostenpflichtig, das angebotene Essen sieht nicht nur schlecht aus, sondern schmeckt auch so und die Preise sind ueberteuert. Es ist deshalb immer besser, wenn man sich bei solch einer VIP Busreise vorher selbst versorgt. Man kann einfach nicht nachvollziehen, warum diese VIP Busunternehmen immer solch einen schlechten Service anbieten. Sie wuerden mit entsprechendem Service sicher mehr Provisionen verdienen koennen.
Nach dem nur noch einige Mitreisenden so dringend auf Toilette mussten, dass Sie tasaechlich den Busfahrer nochmals zu einem kurzem Stop ueberreden konnten, ist man am naechsten fruehen Morgen an dem Ticketschalter im Nirgendwo, fuer die Bootsreise nach Koh Samui. Dort wartet man dann einige Stunden, bevor man dann wiederum mit einem anderen Bus zum eigentlichen Pier nach Koh Samui gefahren wird.
Auf der Faehre nach Koh Samui kommt eine Vermittlerin und verkauft kostenguenstige Tickets fuer den Transport vom Hafen, der auf den anderen Seite der Insel ist, zu den einzelnen Orten. Der Hauptort der Insel ist Cha Weng, leider sehr touristisch und auch von den Unterkuenften her, in den letzten Jahren sehr teuer und hektisch geworden. Man findet hier keine mehr der typischen kostenguenstigen kleinen thailaendischen Restaurants, sondern nur noch auf westliche Touristen zugeschnittene, entsprechend teure Angebote. Das typische Thailand findet man nur noch tief in dem Viertel, in dem die Einheimischen wohnen, mit einem schoenen kleinen typischen und einfachen Markt.
Der Strand in Cha Weng ist zwar sehr schoen und weiss, aber leider sehr schmal und schon mittags sehr ueberfuellt. Wenn die kostenpflichtigen Liegen aufgestellt sind und die Schnur vor den Hotels ausgelegt wird, die dazu dient, dass niemand diese Hotelgrenze ueberschreitet, bleibt nur sehr wenig Platz am Strand. Auch die Sauberkeit des Strandes und des Wassers laesst zu wuenschen uebrig. Eigentlich kaum vorstellbar bei solch einem immer noch sehr beliebten Strand. Dieser wird direkt von den Flugzeugen sehr nah ueberflogen, weil der Flugplatz der Insel sehr klein ist und in unmittelbarer Naehe liegt.
So ist es besser man lebt in Lamai, hier ist alles noch urspreunglicher und noch mehr thailaendisch. Ein aehnlicher schmaler aber anderer langer Beach als in Cha Weng mit sehr schoenen Steinformationen, dem sogenannten Grandmother and Grandfather Rock mit sehr schoenem Viewpoint. Leider ist auch hier die Sauberkeit des Strandes und des Wassers nicht besonders. Und das obwohl beide Orte in der Hauptsaison meist sogar ausgebucht und wirklich voller Touristen sind. Hier gibt es auch noch etwas guenstigere Unterkuenfte, so z.B. kleine, einfache Holzbungalows nur mit Fan und schoenem Gartenbereich, in Strandnaehe, fuer unschlagbare 250 Baht pro Nacht, genannt Weekenderbungalows.
Die kleinen Sehenswuerdigkeiten von Koh Samui wie Big Buddha, Mummified Monk, Wat Lean Suwanaram und die Wasserfaelle sind schnell mit dem Bus oder besser Motorrad erkundet. Insgesamt ist die sehr kleine Insel Koh Samui mit Strand und seinen kleinen Highlights leider nicht so reizvoll, wie beispielsweise Phuket oder Koh Chang.
Wem Cha Weng oder Lamai schon zu touristisch ist macht einen schoenen Ausflug zu den vorgelagerten Inseln Koh Pangan oder Kho Tao. Wobei auch Koh Pangan nicht sehr viel zu bieten hat, als den beruehmten Fullmoonparty Strand, der jedoch nach den Parties total verdreckt und verschandelt aussieht. Sehr schade fuer so einen ansonsten sehr huebschen und idyllisch gelegenen kleinen Strand. Ansonsten findet man noch den einen oder anderen versteckten kleinen Dreambeach entlang der kleinen Insel.
Huebscher ist da schon Koh Tao mit seiner einmaligen, winzigen Nachbarinsel Koh Nang Yuan, die man unbedingt einmal gesehen haben sollte. Ein wirklicher kleiner Dreambeach mit absoluten Postkartenmotiven. Man kann auch dieses Island nur mit dem Boot besuchen auch sehr schoen zum Schnorcheln.
Ansonsten bietet sich noch ein Ausflug zu dem sehr schoenen Angthong National Marine Park an.
Eine menschliche Besonderheit ist auf Koh Samui zu beobachten, fast alle Maenner, egal in welchem Alter, gehen und fahren hier oben ohne. Frueher wurde in den Urlaubsorten beobachtet, dass meist aeltere westliche Urlauber einfach in Ihrem normalen Unterhemd umherwanderten. Jetzt ist, warum auch immer, die oben ohne Variante, absolut in. Sicher es ist heiss auf Koh Samui aber kein Einheimischer kaeme auf die Idee deshalb voellig oben ohne durch die Staedte zu laufen.
Wenn man Kho Samui wieder verlassen will, ist dies ebenso kostenguenstig mit dem Bus in Richtung Bangkok wieder moeglich. Leider habe ich hier mit einer schon oefters gehoerten thailaendische Diebstahlsvariante zu tun bekommen. Schon bei dem abholenden Minibus wurde ich ueberredet, unueblicherweise mein Handgepaeck zu dem hinteren Gepaeck zu geben. Schon dabei wurde in dieser kurzen Zeit, mein Handgepaeck nach Bargeld durchsucht, was ich an der total veraenderten Lage meiner Habseligkeiten sehr schnell erkennen konnte.
Die naechste Steigerung kam aber am naechsten Tag nach dem verlassen des sogenannten VIP Busses, als ich zunaechst bemerkte, dass mein Kofferverschluss nur sehr leicht beschaedigt war. Man glaubt zunaechst an eine kleine Beschaedigung durch den schlechten Transport, findet dann auch spaeter seinen Kofferinhalt durchsucht wieder und falls vorher vorhanden, dann ohne jegliches Bargeld. Dies bedeutet, dass alle Kofferinhalte waehrend der langen Fahrt im Gepaeckraum des Busses von einem Mitarbeiter vorsichtig und unoffensichtlich geoeffnet und durchsucht werden.
Als Reisender bemerkt man dies meist erst viel spaeter und man hat natuerlich keinerlei Adresse oder Telefonnummer mehr, weil man die Tickets ja immer schon bereits abgegeben hat. Eine raffinierte Methode, die nur moeglich ist durch den fehlenden Servcie und Kontrolle durch das Busunternehmen. Nur durch Zufall hatte ich noch die Tel. Nr. des Busunternehmens, dass ich dann per SMS informiert habe, dieses war jedoch anscheinend nicht daran interessiert, weil niemals ein Rueckruf oder eine Nachfrage erfolgte.
Deshalb also niemals Wertgegenstaende, Laptops oder gar Bargeld in den Koffer geben und sein Handgepaeck immer direkt bei sich aufbewahren. Auch bei den Fahrpausen immer alles bei sich tragen, weil die Busse oft voellig unbeaufsichtigt gelassen werden.
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Mit sonnigen Grüßen aus den Philippinen
Ihr Gerhard Menje
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